A steampunk record player

29 11 2010

Riemen, Reibrad oder Direktantrieb ist von gestern. Dampfantrieb! Das ist ja echt mal eine so abgedrehte Idee und noch dazu liebevoll umgesetzt. Ist jetzt vielleicht nicht ganz so gut vom Gleichlauf wie meine DDs, aber was solls.

http://www.asciimation.co.nz/bb/2010/11/30/a-steam-punk-record-player





SME 309, 310 und 312 neu verkabeln

28 11 2010

Es gibt Dinge, die machen keinen Spaß. Also überhaupt nicht. Leider erfährt man wie leidvoll die Sache ist erst später, nachdem es kein Weg mehr zurück gibt. So ist das mit der Verkablung der SME Arme neuerer Generation. Die Arme der 3000er Serie sind dagegen ein Kinderspiel. Ich mag hier mal ein wenig beschreiben, wie das funktioniert. Eigentlich auch davor warnen.

 

Als erstes wird die Schiene entfernt.

Das sieht dann zerlegt so aus und muss nacher natürlich auch so wieder zusammen gesetzt werden.

 

Dann öffnet man die Kappe und durchtrennt die vorhandene Verkablung. Die Farbbelegung der Pins am besten notieren. Die Kabel sind recht kurz. Daher müssen diese erst durchtrennt werden, devor man weiter macht.

 

Als nächstes nimmt man den Arm ab und entfernt auch das Gegengewicht. Der Arm ist hier mit der Masse verbunden.

 

Jezt kommt der schwere Part. Das Entfernen der Kontaktkappe. Hierzu braucht man starke Fingernägel und Geduld sowie ein kleinen Kreuzschlitz, um den Massekontakt runter zu drücken. Also man zieht die Kappe raus und drückt gleichzeitig den Nippel in den Arm rein. Das ist nicht so einfach.

 

 

Jetzt wird es lustig beim Löten. Die schwarze Kappe mag Hitze überhaupt nicht. Gar nicht. Will heissen, dass wenn man hier nicht ultra schnell lötet, dann man sich bei Räke eine neue Kappe kommen lassen kann, weil die Stifte nicht merh richtig federn. Das geht schneller als man denkt. Ich habe dazu ein Lot mit Schmelzpunkt um die 180°C benutzt. Also Blei- und Silberhaltig und sehr schnell gelötet. Ich muss dazu sagen, dass ich es geschafft habe genau so eine Kappe mit dem Löten zu zerstören. Das geht echt sehr schnell. Wenn dann die neuen Strippen verlötet sind, gibt es noch ein Bad in Alkohol, um das Flussmittel zu entfernen.

 

Nun wieder alles zurück montieren. Um die Kabel durchziehen zu können, löst man die Plastikschraube. Darunter befindet sich eine zähe Ölschmirrung. Daher wohl auch Plastik. Nachdem man die Kabel durchgezogen hat, kann man das wieder zurück bauen. Die Kabel werden jetzt möglichst kurz abgeschnitten. Es gibt kaum Stauraum für überschüssiges Kabel.

 

 





Wood L0.4, welches ein L2 ist

10 01 2010

Hatte ja schonmal über den Vergleich meines ACE L und meines Wood L0.4 berichtet. Ich habe herausbekommen, dass es sich bei dem Wood um ein L2 in L0.4 Gehäuse handelt. Also es unterscheidet sich nur durch die Beschriftung. War wohl mal eins der aufbereiteten Systeme, die es mal eine Zeit lang zu kaufen gab. Ich werde mal irgendwann ein Glider draus machen lassen.





RelaiXed

5 01 2010

Hatte lange nach einer passenden Vorstufe gesucht. Natürlich wieder was zum selbst bauen. Im Analog-Forum wollten ein paar Jungs was basierend auf der Pass Labs Aleph P bauen. Bis zu Platinen als Prototyp ist es wohl gekommen. leider nicht mehr weiter. Diese Vorstufe wäre auch voll symmetrisch. Nach langem hin und her habe ich mir dann eine Relaixed gebaut. Diese ist auch symmetrisch, aber nicht diskret aufgebaut, sondern benutzt Op-Amps. Einmal zwei als Spannungsreferenz und dazu noch je zwei als Vorstufe selbst.

http://jos.vaneijndhoven.net/relaixed/

Der Pre-Amp hat ja kein DC-Offset am Ausgang, daher kann ich mein SymAsym ohne Koppelkondensator betreiben. Wie ich aber nun gelernt habe, verhalten die sich alle klanglich neutral. Zumindest was den aktuellen Stand der Wissenschaft anbetrifft. Ich fande den Unterschied schon recht deutlich, kann es mir aber auch eingebildet haben. Das weiß man nie so genau. Ob ich mir jetzt was anderes auch eingebildet habe oder nicht, kann ich im nachhinein nicht mehr so genau sagen, aber ich habe den RelaiXed mal bei einem Kumpel gegen eine Tom Evans „The Pulse“ vergleichen können. Die Evans spielte zurückhaltender und nicht so dynamisch. Tonal falsch gemacht hat die sicher nichts. Die RelaiXed spielte einfach schön knackig und dynamisch. Zufällig sprach ich mal über mein Erlebnis mit einem bekannten Händler in der  Gegend, der solche 8000€ Vorstufen verkauft. Seine Aussage habe ich mir nicht eingebildet. Er meinte, dass „The Pulse“ das dynamischste ist, was er kennt und er es sich nicht vorstellen kann, dass da nochmal was dem eine Schippe drauflegen kann. Ich dachte mir nur „aha?“. Vielleicht war es ja doch nur Einbildung? Man hört ja doch sooft mit einer gewissen Erwartungshaltung, egal wie neutral man versucht an die Sache ran zu gehen. So war zumindest mein Eindruck.

Fehlt noch ein Plexiglas-Fenster.





XOno – Noch eine

2 01 2010

Höre ja nun schon seit nunmehr seit gut 2 Jahren mit meiner XOno. Kam da mal vor einiger Zeit an einen weiteren Satz Platinen von Ralph Stens ran. Hatte die von wem gekauft, der sich entschieden hat doch keine XOno zu bauen. Lange habe ich überlegt, was für Teile ich denn verbauen will. Bei meiner bestehenden XOno habe ich guten Standard verbaut. Auch viel Glimmer, aber den, den es überall zu kaufen gibt. Hatte mich damals sehr an die Bauteileliste von Ralph gehalten und normale Metalfilm-Widerstände verbaut. Das ist ja schon klanglich so gut, dass man eigentlich keine Wünsche nach mehr haben kann. Jetzt hatte ich halt noch ein Satz Platinen. Dazu kam noch, dass ich immer mal wissen wollte, ob „bessere“ Bauteile sich bemerkbar machen oder eben nicht. Oftmals ist es eben so, dass der Mehraufwand oder höhere Preis sich rein auf jetzigen Stand der Technik nicht rechtfertigen lässt. Es gibt trotzdem aber viele, die steif und fest behaupten, dass zum Beispiel die CMF-55 Widerstände von Vishay besser als die einfachen Metalfilm klingen würden. Momentan scheinen die Premiums von Obbligato als Koppelkondensatoren ja recht in Mode zu sein. In meiner bestehenden habe ich die weißen von Mundorf verbaut. Die Widerstände sind alle durchgemessen und auf weniger als 1% Tolleranz gebracht. Für den RIAA-Filter habe ich mir 0.1%ige besorgt. Nicht nur für den RIAA-Filter habe ich 0.5%ige Glimmer-Kondensatoren von Richard Jahre verbaut. Das ist so das edelste, was man an Glimmer für Geld kaufen kann. Das sind eigentlich Kondensatoren, die man für Filter einsetzt. Nur ist es so, dass ein RIAA-Filter nicht im GhZ Bereich filtert, sondern bis so ca. 20KhZ. Für den Frequenzbereich täten es natürlich auch Styroflex. Da ich ja dann 2 XOnos habe, kann ich fröhlich vergleichen, ob da nun ein Unterschied ist oder nicht. Gerne auch im Blindversuch. Mal der Sache auf den Grund gehen.

Die Platinen sind gestern fertig geworden. Heute habe ich sie mal an mein Netzteil gehängt. Siehe da, es scheint so, dass beide Platinen funktionieren. Zumidest konnte ich den Offset einstellen und sonst misst sich Sache auch nicht so übel.





CLC Siebung weiter gedacht

22 12 2009

Gab nun hier und da einige Diskussionen, wie sich eine CLC Siebung an Class AB Endstufen wohl verhalten wird. Der allgemeine Konsens ist der Auffassung, dass durch die Drossel das Netzteil „langsam“ gemacht wird. Also wenn die Endstufe nun schlagartig mehr Strom ziehen will, dann sieht das der Traffo erst später, weil die Drossel so hohe Stromspitzen abfängt. Grundsätzlich will man ja, dass das Netzteil schneller ist als die Endstufe und eben solche Stromspitzen liefern kann. Anderseits will man aber auch, dass die Gleichspannung, die das Netzteil liefert möglichst keine oder wenig Ripple  hat. Und ob es nicht durch die ständige Stromänderung nicht auch noch das Schwingen anfängt ist auch noch nicht so klar.

Bei Class A Endstufen im Allgemeinen sieht die Sache wohl wieder anders aus. Hier wird ein fast konstanter Strom, egal wie viel Leistung die Endstufe am Ausgang aufbringen muss, aufgenommen. Das Überschüssige wird in Wärme umgesetzt. Dies trifft auch auf die meisten Vorstufen zu. Da das so ist, ist der Einsatz von CLC Siebungen in Class A Toppologien  problemloser.

Soweit die Theorie. Die Sache müsste mal ausprobiert werden. Die Frage ist, in wie weit sich diese theoretische Betrachtung dann auch wirklich in der Praxis unangenehm bemerkbar macht oder eben nicht. Vor allem auch, wie sich dass misst. Ich denke, dass man dem Problem mit der Stromlieferfähigkeit recht leicht auf die Schliche kommen kann, in dem man am Eingang der Endstufe ein Rechtecksignal anlegt, auf die andere Seite einen Lastwiderstand, der ein paar Watt verheizen kann und dann an diesem mit einem Oszi misst, wie steil die Flanken des Rechtecks sind. Wenn sich das gar nicht zu einem Netzteil mit nur C-Siebung unterscheidet, dann ist das schon mal gut.





SymAsym ohne Koppelkondensatoren

30 11 2009

Für einen einzigen 10µF Koppelkondensator kann man unmengen an Geld ausgeben. 150€ für einen Mundorf Supreme Silver/Gold sind kein Problem. Der Koppelkondensator macht im Eingang nichts anderes, als den möglichen Gleichstrom Anteil, der die Vorstufe abgibt zu filtern. Der Perfekte Koppelkondensator würde auch nur das tun. Nicht mehr und auch nicht weniger. Jetzt ist es leider aber so, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Unter folgender URL gibt es eine recht große Auswahl an MKP Kondensatoren im Vergleich.

http://www.humblehomemadehifi.com/Cap.html

Es ist wohl so, dass jeder MKP dem Gesamtklangbild seine eigene Note aufdrückt. Er sounded also. Leider ist der Verzicht eines Koppelkondensators nur dann möglich, wenn die Vorstufe nur einen sehr geringen bis gar keinen Gleichstromanteil abgibt. Ich habe das Glück, dass dies bei meiner Relaixed so ist. Dies kann man mit einem Multimeter einfach nachmessen. Ich hatte irgendwas im µV Bereich. Da ist es eher Wahrscheinlich, dass das Messgerät irgendwas angezeigt hat, da es in dem Bereich einfach nicht mehr genau messen kann. Also ein genug geringer DC-Anteil, um auch den Koppel-C zu verzichten.

Bei mir ist also der Koppel-C gegen ein Stück Draht getauscht worden. Ich hatte zu dem Folien noch MKP1837 parallel. Die drücken das Klangbild nochmal in Richtung neutraler. Die sind natürlich auch rausgefolgen. Und wie klingt es nun? Unglaublich! Ich kann nur empfehlen den Koppel-C weg zu lassen, wenn das möglich ist. Die Teile sind mal eine so große Klangbremse, dass konnte ich mir erst gar nicht vorstellen. Der SymAsym spielt jetzt ein wenig zurückhaltender. Der Koppel-C hatte an manchen Ecken und Enden angedickt. Zum Beispiel bei dem Stück „Take Refuge“ von Grails hat man schnell, wenn es ein wenig mehr daher ging den Überblick verloren. Die Bühnenabbildung ist in sich zusammen gefallen. Ich dachte eigentlich immer, dass das meine Lautsprecher einfach nicht mehr abbilden können. Dem ist nicht so. Ohne Koppel-C wird das komplette Stück mit einer solchen Selbstverständlichkeit wieder gegeben. Auch was die Tiefenstafflung anbetrifft kann der SymAsym einiges zulegen. Einfach viel plastischer. Die Bässe legen noch mal eine ganze Ecke an Auflösung zu. Sie klingen einfach nochmal viel knackiger. Dachte eigentlich vorher, dass der SymAsym das mit Abstand schon sehr gut kann.

Fazit: Koppel-Cs rausschmeißen, wenn es geht.








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