Eifelsteig: PWNED!

26 07 2010

Hatte ja geplant in 5 Tagen den Eifelsteig ab zu fahren. Andere wandern das, ich tat es mit dem Mountainbike. Es sind 330km mit 6300hm geworden. Also im Schnitt bin ich 66km am Tag mit 1260hm gefahren. Teilweise gab es Schiebe-Passagen. Es ist nicht alles fahrbar. Treppen den Berg hoch sind gar nicht so selten. Auch sind zumindest in der Ersten Hälfte eher Trails hoch als runter zu bewältigen. Eigentlich Trails, die runter sehr viel Spaß machen könnten. Würde ich den Eifelsteig nochmal fahren, würde ich jeweils in der Mitte anfangen und nach Aachen und nochmal nach Trier fahren. Dazu kommt noch, dass der Eifelsteig streckenweise echt langweilig ist. Teils echt grausame Höhenmeter-Vernichtung auf Forstautobahn.

Tag 1.

Von Aachen Stadtmitte bis nach Hammer. Macht 2.5 Etappen. War an dem Tag extrem heiß. Ich habe schneller geschwitzt, als ich trinken konnte. Eigentlich wollte ich noch bis an den Rursee kommen. Der Campingplatz Hammerwar aber al Verlockung zu groß. Erst mal das Zelt aufgebaut und in der Rur abkühlen.

Los geht es in Korelimünster, nachdem ich von Aachen das Stück gefahren bin.

Das erste Stück geht über Wiesen. Den Hinweis der Waltarbeiter, dass man den Eifelsteig mit dem Fahrad nicht wirklich fahren könnte, ignoriere ich einfach mal. Möglicherweise meinten die aber die Treppen, die Gleich folgen.

Runter fahren kann man das ja ohne Probleme. Aber hoch und das mit Gepäck heißt schieben. Gar nicht mal so unsteil.

Irgendwann dann in Belgien angekommen. Gleich mal verfahren. Bestimmt 5km umsonst. Die Beschilderung in Belgien ist, sagen wir es mal so, nicht so optimal.Vielleicht war ich auch nur auf den Trail so fixiert, dem ich hinterher gefahren bin.

Im Venn geht es einfach gerade aus auf Asphalt und immer den Berg rauf. Die Sonne knallt.

Irgendwann in Monschau angekommen. Wollte eigentlich in dem Ort was Essen und einkaufen. Das Ort ist aber die reinste Touristenfalle. Jeweils an beiden Ortsenden ein großes Parkhaus. Da zwischen Souvinierläden, Restaurants und Fachwerk. Eigentlich recht Pituresk. Es wimmelte aber von Touristen. Netterweise macht da der Eifelsteig auch ein total unnütigen Schlenker durch Monschau über die Burg. Total unnötig fanden das auch Die Wanderer. Danach kommt knallharter Trail. Berg rauf wie runter.

Wurzelpassage nach Monschau.

Irgendwann dann die rettende Oase. Zum Glück war es nicht Mittwoch, sondern Dienstag, da Mittwoch Nachmittag geschlossen.

Endlich Wasser!

Planschen und erfrischen. Auf der anderen Seite wartet ein Berg mit extremer Steigung. Nach nochmal 1-2 Stunden dann endlich den Campingplatz erreicht. Die Hitze hat das Letzte von mir gefordert.

Tag 2.

Von Hammer bis nach Steifeld. Extrem schwül der Tag. Die nächsten Tage Regen angesagt. Kurzfristig entschieden, dass ich mir jetzt 6,5kg Campingzeug spare und das heim schicke. In Gemünd erst mal 2x Mittagessen. Spaghetti und Döner. Steigungen davor waren extrem. Irgendwie weniger Spaß.

Der Rursee. Schweißtreibend da hoch zu kommen.

Schutzhütte Kuckucksley. Hier hätte ich übernachtet, wenn ich nicht kurz vorher mein Zelt verschickt hätte. Super Platz. Aber sicher nichts fürs Wochenende, da da sicher die Dorfjugend am Saufen ist. Danach kommt ein toller Trail. Steil aber gut.

Da ich ja jetzt ohne eigenes Domizil unterwegs war, musste was zum Schlafen unterwegs organisiert werden. Bei Steinfelderheistert dann Regen. Schnell mal im Kloster Steinfeld angerufen. Ein Bett war noch frei.

Tag 3.

Steinfeld bis nach Hillesheim.

Aus den Federn, Frühstücken und aufs Rad. Sieht nach Regen aus. Hat den Tag aber nur leicht geregnet. Hat absolut nicht gestört.

Die Strecke ist recht unspektakulär. Viel Wald- und Wiesenwege.

Allein der Wasserfall Dreimühlen kann überzeugen und rechtfertigt den großen Umweg von Mirbach nach Hillesheim. Hier gibt es auch einen kurzen Trail.

Tag 4.

Hillesheim bis nach Himmerod. Ab Gerolstein die schönste Strecke überhaupt. Der Liserpfad ist einfach nur unglaublich. Nicht nur landschaftlich, sondern auch viel Trail.

Los ging es erst bei super Radwetter. Das sollte sich aber bald ändern.

Bei den Maaren zog Regen auf. Hinten sieht man ihn schon fallen.

An der Lieser dann wurde auch der Weg zum Bach.

Nur nicht die Laune verderben lassen. Wozu gibt es Regenklamotten. Nur die Schuhe waren der Schwachpunkt. Die waren bald ein Aquarium. Abendessen dann in Manderscheid. Mir war jetzt schon klar, dass ich es nicht vor 8 nach Himmerod schaffen werde.

Fresskoma dann an der Hütte Weifelsjunk. Motivation gegen 0.

Nach all den Strapazen mit einer unglaublich schönen Aussicht belohnt worden. Der Trail bis dahin war auch schon vom Feinsten. Trotzdem nicht so wirklich motiviert. Muss aber noch bis nach Himmerod.

Nanu! Was ist denn das? Freie Auswahl: Brot und Fleischwurst. Leider habe ich schon gegessen. Tasche in der Mitte: Bitburger. Wenn ich da noch mit dem Biertrinken angefangen hätte, wäre ich nicht mehr weit gekommen. Den Jägi habe ich mir mal dankend geschnappt. Die Götter waren auf meiner Seite.Laut Höhenprofil hat das folgende Stück nicht so hart ausgesehen. War es aber. Fast nur Trails mit anstrengenden Schiebepassagen. Teils müde wir ich war auch nicht wirklich runter mehr fahrbar. Trotzdem was die Natur anbetrifft ist das Stück Daun-Manderscheid und Manderscheid-Himmerod das Beste was der Eifelsteig zu bieten hat. Absolut.

Rad dreckig, ich dreckig. Alles erst mal mit dem Gartenschlauch abgespritzt. Endlich Bett.

Tag 5.

Von Himmerod bis nach Trier.

Los geht es. Trotz Kloster, kein Mönch gesehen. Irgendwie ein wenig unorganisiert der Laden. Aber alles im grünen Bereich. Den Apfelsaft, den man im Laden kaufen kann war sehr lecker und hat mich den ganzen Tag fahren lassen.

Kurz nach Himmerod war der Weg versperrt. Kompliziert da durch zu kommen.

Hey!

Nicht mehr weit bis nach Trier. Der Boden wird immer sandiger.

Noch die Genovevahöhle besucht. Der Trail da runder war doof.

Gleich ist es geschafft.

PWNED!

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2 responses

26 07 2010
Thomas

Toller Bericht! Ich kenne den Eifelsteig nur von Aachen bis Manderscheid. Aber auf diesen Stück, gibt es viele „Umwege“ (Bsp. um die Monschauer Burg) um „Besonderheiten“ der zuzeigen. Da dies ein Wanderweg ist, ist natürlich die Wegführung nicht optimal. Einige unfahrbare Stellen kann man relativ leicht und schön umfahren.

BTW: Evtl. kommen Dir ja einige Szenen aus diesem Video bekannt vor: http://gmt-biker.de/2010/06/06/eifel-video/

26 07 2010
beetle

Wenn man sich nicht auskennt, ist das halt immer schwer. Umfahren geht natürlich mit einer Karte. Aber ob es dann auch schön wird? Man weiß zudem ja auch nicht was einem erwartet und ob das Umfahren lohnt.

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